Donnerstag, 30. März 2017

Warum studiere ich eigentlich?

Diese Frage beschleicht seit geraumer Zeit meine Gedanken.
Warum werde ich nicht einfach ein YouTube-Star und verdiene ganz bequem ein halbes Vermögen von zu Hause aus?

Gerade jetzt während der Prüfungszeit zeigt das Studium sich tagein, tagaus von seiner dunklen Seite: jeden Tag nur lernen und sich fragen, wann das Ganze ein Ende hat.
Sorgen zu Scheitern, trotz all der Bemühungen keinen Job zu finden und das Bedürfnis einfach nur wieder am "richtigen" Leben teilzunehmen,  erschweren den täglichen Kampf. Aber sobald am Freitag die letzte Prüfung endlich hinter mir liegt, wird die Beziehung zu meinem Studium wieder positiver dastehen. (Und nach dem freiwilligen Vortrag zu dem FREIWILLIGEN Praktikum...bin ich eigentlich irre?)

Wenn ich ehrlich darüber nachdenke, bereitet mir das Studium und der enorme Wissenszuwachs sehr viel Freude. Und sind es nicht besonders die alltäglichen Herausforderungen, die uns erst zu dem machen, was wir sind? Ohne eine richtiges Ziel im Leben würden wir nur vor uns hin vegetieren, antriebslos versuchen irgendwie den Tag rum zu kriegen.
So fühle ich mich zum Teil schon, wenn ich mal in den Semesterferien den Nachmittag "lernfrei" habe, man könnte meinen, dass ich durch mein Studium verlernt habe einfach mal nichts zu tun.
Ist das nun gut oder schlecht?

Prinzipiell merke ich mit jedem Semester, das ich an meinen Herausforderungen wachse,  meine Stressresistenz ansteigt und wie dringend ich diese Auslastung brauche.
Es geht mir besser, wenn ich viel zu tun habe und unter Zeitdruck stehe.
Funktionieren wir Menschen nur noch unter Stress? Wie viele Leute leben nur für ihren Beruf und vernachlässigen dabei ihre Familie, ihre Leidenschaften und sich selbst? Dabei ist es wichtig die richtige Balance zu finden, wenn man ein langes und erfülltes Leben anstrebt.
Aber ist es wiederum nicht unausweichlich stets sein Bestes zu geben, um seine Träume zu erreichen?

Wovon träume ich überhaupt? Bringt mein Studium mich meinen Träumen einen Schritt näher oder hindert es mich eher daran sie zu erfüllen?
Nun das sind alles ziemlich tiefgründige Fragen, deren Antwort ich noch nicht hundertprozentig parat habe. Doch solche Fragen zu stellen und zu überdenken ist wesentlich, um sich Ziele stecken zu können, für die man lebt und jeden Tag kämpft.

Da mein aktuelles Ziel ein möglichst guter Abschluss ist, werde ich wohl jetzt weiter lernen müssen, um morgen die letzte Prüfung zu überleben. Und der Rest ergibt sich dann hoffentlich von selbst.
Schritt für Schritt ins Ungewisse. Das Einzige, worauf wir vertrauen können, sind wir selbst.

Genug davon! Ich bin weg.

Bis bald!

Julia :)

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